Krisen und Risikomanagement

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Krisen – und Risikomanagement

 

Babykost braucht Verantwortung und Partner.

Dr. Urs Wäspi Leiter des Holle-Qualitätsmanagements

Auch bei Holle spielt das Thema Krisen- und Risikomanagement eine wichtige Rolle. Prozesse und Strukturen aufbauen, um Krisen nicht aufkommen zu lassen oder sie bei Eintreten optimal bewältigen zu können – das steckt hinter unserem Risiko- und Krisenmanagement. Vor mehr als vier Jahren haben wir damit begonnen, Prozesse und Strukturen aufzubauen, die uns helfen, Krisen besser zu bewältigen, um höchste Qualität gewährleisten können. Rechtliche Grundlage bildet die Basisverordnung (EG) Nummer 178/2002 Krisenstab.

Die Ziele unseres Krisenmanagements sind unter anderem:

Wir wollen gesundheitliche Beeinträchtigungen durch unsere Produkte verhindern und natürlich die Existenz unseres Unternehmens sichern und relevante Informationen schnell nach aussen geben“. Diesen Grundsätzen des Risiko- und Krisenmanagements versucht Holle in seinem Handeln stets treu zu bleiben. Das wird hauptsächlich durch einen Krisenstab gesichert, der sich je nach Krisenfall aus der Geschäftsleitung, Führungskräften und Vertretern der jeweiligen Fachbereiche zusammensetzt. Er agiert als zentrales, strategisches Organ und verwaltet etwa die Risikobewertung, koordiniert den Rückruf von Produkten und leitet Kommunikationsmassnahmen ein. Neben einer Krisenmappe gibt es auch ein extra für Notfälle ausserhalb der Geschäftszeiten eingerichtetes Krisentelefon – so kann bei Problemen jederzeit schnell und der Situation entsprechend gehandelt werden. Regelmässig stattfindende Schulungen helfen, das Risiko- und Krisenmanagement weiter zu verbessern.

 

Vier Punkte der Holle Qualitätsüberwachung

Holle ist seit 2017 nach ISO 22000:2015 zertifiziert und somit einem Qualitätsmanagementsystem und der Lebensmittelsicherheit verpflichtet. Unsere strengen Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsgrundsätze sind in unserem Unternehmen fest verankert. Natürlich wird die Qualität auch durch das Demeter-Siegel auf unseren Produkten sichtbar. Eltern greifen zu unserer Babynahrung in der Erwartung, dass sie eben jene höchste Qualität erhalten. Doch wie können wir garantieren, dass diese Ansprüche auch erfüllt werden? Bei Holle wurden dafür 4 Punkte der Qualitätsüberwachung entwickelt, um auch weiterhin diese Qualität garantieren zu können.

 

1) Stufenkontrolle

Rohwaren, Zwischen- und Endprodukte werden stets kontrolliert. Bei akkreditierten Laboren werden Analysen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Untersuchungen unterliegen unserer Kontrolle und Freigabe nach gesetzlichen Grenz- und internen Kontrollwerten.

2) Monitoring

Gemeinsam mit unseren Produktionspartnern erstellen wir spezielle produktbezogene Monitoringpläne für weitere Analysen. Diese werden zusätzlich durchgeführt – monatlich bis zweimal jährlich.

3) Sicherheit im Blick 

Unser Qualitätsmanagement überwacht Literatur und aktuelle Pressemeldungen. Zudem beteiligt es sich aktiv an der Arbeit in Verbänden, etwa AöL und BNN. So erhält es beispielsweise frühzeitig Informationen zu bestimmten Themen und Trends. Für die Lebensmittelsicherheit beunruhigende Erkenntnisse werden zeitnah bei der Produktkontrolle berücksichtigt und analysiert.

4) Audits

Mindestens einmal im Jahr nehmen wir bei unseren Produktionspartnern Audits vor. Gemeinsam mit ihnen besprechen wir mögliche Verbesserungs- und Optimierungspotenziale. Sofern es erforderlich ist, können umgehend Sofortmassnahmen eingeleitet werden. Die Beurteilung basiert unter anderem auf den Vorgaben entsprechender Zertifizierungen (IFS oder ISO 22000).

 

Der Hirse Rückruf als Bestätigung für ein funktionierendes Krisen- und Risikomanagement bei Holle

Bei behördlichen Überprüfungen wurden Ende 2014 Spuren der Pflanzeninhaltsstoffe Tropanalkaloide im Holle-Hirsemilchbrei nachgewiesen. Tropanalkaloide (TA) sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe. Sie kommen im Stechapfel vor, der als Beikraut auf Hirseäckern wachsen kann. Die Risikolage war unklar, es gab keine offiziellen Grenzwerte. Wir haben daraufhin alle Getreideprodukte, die Hirse beinhalteten, vom Markt genommen. Die Sicherheit der Babys steht immer im Vordergrund. Um weiterhin qualitativ hochwertige Hirse-Produkte anzubieten, wurden folgende Massnahmen ergriffen: Eine noch engmaschigere Überprüfung der Rohware und der Endprodukte, Suche nach neuen Anbaugebieten, zusätzliche analytische Untersuchungen und Produktionsstops für Spezialanalysen. Nach Einführung dieser Massnahmen sind mittlerweile wieder neue Chargen der Holle-Hirsebreie im Handel.

Mit dem Rückruf unserer Hirse- Produkte haben wir gezeigt, dass wir dieses Management beherrschen. So konnten wir zeitnah und transparent alle erforderlichen Informationen zur Verfügung stellen. Das Zusammenspiel zwischen Behörde, Presse und Kunden war garantiert.

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