Ziege

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“Holle setzt auf die Ziege”



Holle setzt auf Säuglingsmilchnahrung auf Ziegenmilchbasis

Seit einigen Jahren entdecken immer mehr Menschen Ziegenmilch wieder, viele davon, um bewusst auf Kuhmilch zu verzichten. Nachdem Studien belegt haben, dass Ziegenmilch für die Ernährung gesunder Säuglinge geeignet ist, wurde Ziegenmilch als Proteinquelle von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugelassen.

In Deutschland werden derzeit rund 36.000 Tonnen Ziegenmilch produziert. Dieser Wert ist seit Längerem weitgehend konstant, wohingegen die Alternative zu Kuhmilch bei Verbrauchern zunehmend attraktiver wird. Experten halten mittelfristig Steigerungsraten von bis zu 2o Prozent pro Jahr für realistisch.

Auch bei unseren Kunden haben wir eine zunehmende Nachfrage nach Bio-Säuglingsmilchnahrungen auf Ziegenmilchbasis registriert. Allein zwischen Juli 2016 und Juli 2017 ist der Absatz von Holle Ziegenmilch-Produkten um 55 Prozent gestiegen, unter anderem auch aufgrund unseres erweiterten Produktangebots. So können Eltern mit Holle-Bio-Anfangsmilch 1 auf Ziegenmilchbasis von Geburt an eine Alternative zu Kuhmilchprodukten umsteigen, falls Stillen* nicht möglich ist. Zudem gibt es unsere Bio-Folgemilch 3 auf Ziegenmilchbasis für Kinder ab dem zehnten Monat. Heute können Verbraucher in rund 30 Ländern weltweit Holle-Säuglingsmilchnahrungen auf Ziegenmilchbasis kaufen.



Von Kuh- zu Ziegenmilchbauer – eine gewinnbringende landwirtschaftliche Veränderung?

Bereits seit rund sechs Jahren unterstützen wir die Ziegenmilch-Offensive Schwarzwald. Die vom Regierungspräsidium Freiburg und der Teninger Ziegenkäserei Monte Ziego ins Leben gerufene Initiative hat sich zu einem wichtigen Baustein für die nachhaltige Sicherung von kleinbäuerlichen Strukturen im Schwarzwald entwickelt.
Auch Familie Wacker vom Feldeshof in Rötebach hat sich dazu entschieden, von der traditionellen Kuhhaltung zur Ziegenhaltung zu wechseln. Von einer Veranstaltung des Landwirtschaftsamts brachte Gerd Wacker einen Flyer von der Teninger Demeter Ziegenkäserei Monte Ziego zum Thema „Milchziegenhaltung“ mit nach Hause. Die ganze Familie war von der Idee, auf Ziegenhaltung umzustellen, total begeistert. Die stark fallenden Preise für Kuhmilch und der im Vergleich dazu mittlerweile dreimal so hohe Verkaufspreis für Ziegenmilch an Molkereien, erleichtern vielen Bauern die Entscheidung, auf Bio-Ziegenhaltung umzusteigen.
Der Milchkuhstall wurde 2017 umgebaut und noch im selben Jahr zogen mehr als 200 Ziegen ein. Nach einem Jahr Ziegen melken sagt Gerd Wacker: „Ich möchte nicht mehr zurück [zur den Milchkühen]“. Joscha Hierath, Erzeugerberater beim Teninger Unternehmen, beschreibt einige Besonderheiten der Ziegenhaltung nach Demeter-Vorgaben: „Die wesensgerechte Haltung steht bei uns im Mittelpunkt. Dazu gehören ein grosses Platzangebot mit Weidegang und Auslauf, die Möglichkeit einer natürlichen Fortpflanzung und natürlich der Verzicht auf Enthornung.“
Mittlerweile fährt der Sammelwagen von Monte Ziego dreimal in der Woche zu Höfen und liefert die Milch bei der Käserei ab. Mit seinen bäuerlichen Lieferanten hat Monte Ziego langfristige Verträge geschlossen. Die Nachfrage steigt kontinuierlich und Monte Ziego sucht aktiv nach neuen Lieferanten. „Bis zum Jahr 2025 wollen wir mit etwa 35 Partnerbetrieben im gesamten Schwarzwald zusammenarbeiten“, sagt Hierath.




Ziegenmilch eine adäquate Alternative zur Kuhmilch

Wer Ziegen beim Fressen auf der Weide beobachtet, sieht schnell: Sie sind sehr wählerisch bei ihrer Futtersuche. Dieses Fressverhalten hat Einfluss auf die Milch der Tiere. Säuglingsmilchnahrung auf Ziegenmilchbasis kann bei einigen Kindern mit einer Unverträglichkeit auf Kuhmilcheiweiss verträglich sein. Jedoch enthalten Kuh- und Ziegenmilch teilweise gleiche Eiweissbestandteile. Bei Kindern mit einer Kuhmilcheiweissallergie besteht deshalb die Möglichkeit, dass auch Säuglingsmilchnahrungen auf Ziegenmilchbasis nicht vertragen werden. Daher ist es wichtig, dass Sie die Verwendung von Säuglingsmilchnahrungen auf Ziegenmilchbasis bei Verdacht auf eine Kuhmilcheiweissallergie immer mit dem Kinderarzt besprechen.

*Stillen ist die beste Ernährung für Ihr Baby. Die Zusammensetzung der Muttermilch bietet Ihrem Baby stets die ideale Nährstoffkombination und einen guten Schutz vor Allergien und Krankheiten. Zudem wird die Mutter-Kind Beziehung gestärkt. Die WHO und Holle empfehlen daher 6 Monate ausschliessliches Stillen und danach weiteres Stillen in Verbindung mit einer altersgemässen und ausgewogenen Beikost. Eine ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt die Milchbildung. Durch frühes und regelmässiges Anlegen wird die Milchbildung gefördert. Informieren Sie sich beim Fachpersonal des Gesundheitswesens (z.B. Kinderarzt, Mütter- Väterberatung, Hebamme, Stillberater), falls Ihr Kind eine Zusatznahrung benötigt oder wenn nicht (ausreichend) gestillt werden kann. Die Verwendung einer Säuglingsmilchnahrung kann den Stillerfolg beeinträchtigen. Die Entscheidung nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden.